Raumordnung

Seit den 1980er-Jahren fasst Jürgen Eis seine Fotografien der Erkundung des unmittelbaren Lebensraumes im städtischen Umfeld als Werkgruppe mit dem Titel »Raumordnung« zusammen.
Von den ersten Arbeiten bis heute liegt dabei sein Interesse sowohl auf der »trostlosen Schönheit« (Houellebecq) einer schmerzenden, künstlichen Ordnung moderner Städte als auch auf den Symbolen einer »vergangenen Zukunft« (Welzer), die sich in den Brachen und leerstehenden Grundstücken zeigt und das im Vergangenen noch nicht wieder Gewordene repräsentiert.
Bei den seit 2006 entstandenen Arbeiten setzt Jürgen Eis zum ersten Mal konsequent die Farbfotografie ein.


 

Urbaner Raum, seit 2006
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Von den Rändern, seit 2010

Orte, wo Stadt in Land oder Brachen übergeht, Natur aber trotzdem nur in abgegrenzten Bereichen Natur sein darf; Orte, die eine wohltuende Un-Ordnung im ungeplant Provisorischen zeigen, ein »Wildwuchs«, der liebevoll-anarchisch den Wust deutscher Bauvorschriften und Nutzugsbestimmungen ignoriert.
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Urbaner Raum, 1990er-Jahre

Viele Bildern aus den 1990er-Jahren zeigen die Zeichen einer »vergangenen Zukunft« im städtischen Raum. Orte, die »bessere Tage gesehen haben«, die eine Gegenwart fristen zwischen Brache und Umfunktionierung, von denen sich aber vermuten lässt, dass auch sie bald Vergangenheit sein werden. Dies gilt auch für die Fotografien in »Borinage« und »Im wilden Osten«.
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natura morta, 1980/81

Mit der 1980/81 entstandenen Serie »natura morta« – hier durchaus im wörtlichen Sinne gebraucht – verengt sich der Blick auf Stillleben-artige Ausschnitte von Natur im städtischen Raum, dort, wo sie geduldet, aber auch begrenzt und beschnitten wird.
Dieses Thema erfährt eine »Erweiterung« und Fortführung mit den Fotografien in »Von den Rändern« (weiter oben).
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Frühe Arbeiten, bis 1978

Bereits in den frühen Bildern zeigt sich Jürgen Eis’ Interesse für die Orte, an denen das Alte unweigerlich dem Neuen wird weichen müssen. Nicht im nostalgischen Sinne verklärt, sondern im Stil nüchterner Dokumentation.
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