Raumordnung

Seit den 1980er-Jahren fasst Jürgen Eis seine Bilder der Erkundung des unmittelbaren Lebensraumes im städtischen genauso wie im ländlichen Umfeld als Werkgruppe unter dem Titel »Raumordnung« zusammen.
Dabei gilt das Interesse dem physischen Ort in seiner Komplexität voller Widersprüche und Mehrdeutigkeiten, dem Vergangenen wie dem noch nicht Gewordenen und einer vergangenen Zukunft mit all ihren Brüchen, die sich vor allem im Wiederaufbau nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs manifestieren.
Es wäre allerdings falsch, zu glauben, dies sei eine Suche nach den Schandflecken, den Bausünden der Vergangenheit. Gerade die Städte brauchen diese Brüche, sind es doch die Zeichen ihrer Geschichte und ihres Wandels. Auch wenn der Ein oder Andere dies als eine »trostlose Schönheit« empfinden mag, sind die Bilder auch ein Plädoyer gegen den Umbau von Stadt und Land zu Freilichtmuseen und Puppenstuben, in denen Leben nur noch eindimensional möglich ist.


 

Scheinbare Orte


 

Von den Rändern


 

Tiny Houses


 

Gourmet-Tempel


 

Tankstellen